EditorialJede Frau ist anders schön

Ihr Lieben, ich freue mich von Herzen, euch auch in dieser Ausgabe wärmstens willkommen heißen zu dürfen. Es ist immer ein wenig so, als würde ich lieben Freunden einen Brief ­schreiben zur neuen GUIDO.

In besten Händen: GUIDO-Moderedakteurin Sandra Krutzsch stylt Monika, eine unserer Vorher-nachher-Kandidatinnen

Jetzt sitze ich hier gerade an meinem Gartentisch und kann es nicht glauben, dass Sonne und Tee noch warm sind, obwohl ich doch immer wieder abgelenkt wurde: Meine Nachbarin hat gottlob eine kräftige Stimme und zu ihrem Missfallen auch eine ebensolche Hüfte. Über den Gartenzaun und eine Hecke aus Busch­röschen fragt sie gern nach Unterstützung und Beratung. Erst fehlte ihr Vanille­zucker, später das Selbstvertrauen, ob der neue Hosen­anzug in der Farbe Mint etwas für sie tue. Beim Versuch, mir die Hose von Nahem anzusehen, kann ich sagen: Nicht nur die Dornen standen einer glücklichen Betrachtung im Weg, sondern auch diese eigentümliche Farbe. Wer hat sich bloß dieses Mint ausgedacht?
Es können eigentlich nur gebräunte Hawaiianer gewesen sein oder Uta Ranke-Heinemann, die Tochter eines unserer Bundespräsidenten, die diesen Ton in Form eines Lederkostüms einstmals emsig durch die Talkshows trug. Kurzum: Nicht jeder kann und sollte alles tragen!
Doch wie sich im Dschungel der Möglichkeiten zurechtfinden, der ewigen Verführung auf Bügeln? Die große Vorher-nachher-Geschichte in dieser Ausgabe könnte helfen: Es ist ein Vergnügen, zu sehen, was der richtige Look mit der dafür vorgesehenen Figur macht. Wir stellen sechs Frauen mit unterschiedlichen „Problem­zonen“ vor, auch wenn ich das Wort nicht mag, und dazu gibt es von mir viele Lösungsvorschläge. Verschiedene Körper brauchen eben unterschiedliche Schnitte; jede Proportion hat ihre Herausforderung. Die beste und günstigste Lösung, sich für immer von falschen Kleidungsstücken zu befreien, ist es, die eigenen Proportionen zu kennen und dann gezielt einzukaufen (Seite 76).
Dann freut euch auf „­Athleisure“ – der neue Trend aus Sportmode für den Alltag. Und das Beste daran: Mit den Stücken sieht jeder sportlich aus, auch wenn er es gar nicht ist. Der Fotograf Jan Rickers zeigt euch mit unserer lieben Sandra Krutzsch aus der Moderedaktion, was es mit diesem Trend auf sich hat (Seite 42).
Wer zum Sommer mal eine neue Farbe ausprobieren will, sollte sich meine Modeinspiration ansehen: „Die Pfingstrose ist der Spargel der Mode“. Nur für kurze Zeit im Handel, so könnte diese Strecke auch heißen. Die wunder­baren Farben der Blumen stehen allen gut. Ich muss sagen: Ich bin in diese Modestrecke etwas verliebt (Seite 18)!
Alternativ könnt ihr euer Zuhause mit den hübschen Pfingst­rosen dekorieren. Ich habe mir gerade auf dem Markt einen großen Strauß gekauft. Erstaunlich, welch schöne Atmosphäre diese Blumen zaubern!
Eine Frau, die sicherlich nichts mit Pfingstrosen am (Cowboy-)Hut hat, ist die Französin Alienor Le ­Gouvello, die mit drei Wildpferden und ihrem Hund über 5000 Kilometer durchs australische Outback gezogen ist. Die Geschichte ist so mutig wie irre. Je länger ich dar­über nachdenke, umso mehr freue ich mich, sie mit euch zu ­teilen. Ich liebe ja Hunde, Pferde und die Natur, aber ob ich den Mut hätte, 13 Monate durch die Walachei zu reiten? Ich glaube nicht (Seite 68).
Im „Vier Augen“-­Gespräch durfte ich mich mit Andrea unterhalten. Eine spannende Geschichte, die von Sehnsucht, dem Zufall, schmerzlicher Enttäuschung und der Gewissheit erzählt, dass doch alles möglich ist (Seite 64).
Ich wünsche euch eine tolle Zeit mit der neuen GUIDO!
Herzlichst euer Guido Maria

Foto: Paula Markert